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Magnituden-Häufigkeitsbeziehung

 
     
  von Gutenberg und Richter 1944 für Erdbeben in Kalifornien eingeführte statistische Beziehung, die für bestimmte Gebiete und einen festgelegten Zeitraum die Zahl N der Erdbeben im Magnitudenintervall von M-δM bis M+δM angibt, wobei δM in der Grössenordnung von 0,2 liegt. Die Beziehung hat die Form:


log10N= a-bM.


Der Parameter a ist eine Konstante für ein bestimmtes Erdbebengebiet. Eine andere, häufig benutzte Form der Gleichung ist die kummulative Magnituden-Häufigkeitsbeziehung. In ihr ist N die Zahl der Erdbeben, die in einem festgelegten Zeitintervall die Magnitude M überschreiten. Typische Werte für b liegen zwischen 0,8 und 1,2, mit Variationen nach oben und unten. Je höher der b-Wert ist, umso grösser ist der Anteil von schwachen zu stärkeren Beben. Umgekehrt weist ein niedriger b-Wert darauf hin, dass relativ viele starke Beben im Verhältnis zu Beben mit kleinerer Magnitude auftreten. Für das Gebiet des Oberrheingraben wird b=0,9 und a=5,2 für die Zeit zwischen 1800 und 1970 angegeben. Legt man diese Werten zugrunde, treten in diesem Gebiet mit einer Fläche von 75.000 km2 im Mittel über 170 Jahre fünf Erdbeben der Magnitude M =5 und 40 Erdbeben der Magnitude M= 4 auf. Die Magnituden-Häufigkeitsbeziehung für ein bestimmtes Gebiet ist ein wichtiger Parameter für das seismische Risiko.
 
 

 

 

 
 
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