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Grundwasserübernutzung

 
     
  bezeichnet den Vorgang, mehr Grundwasser zu entnehmen als neu gebildet wird. Die Grundwasservorräte der Erde (bis in eine Tiefe von 2000 m) werden auf 23,4 Mio. km3 und der Süsswasseranteil auf ca. 45% geschätzt. In vielen Gebieten der Erde fallen die Grundwasserspiegel um bis zu mehrere Meter pro Jahr, weil die Wasserentnahme vornehmlich zu Zwecken der Bewässerung (USA, China, Indien, Arabische Halbinsel) und auch des Tourismus (viele Inselstaaten, insbesondere die Karibik) die Erneuerungsrate übersteigt. Fossile Wasservorräte (fossiles Wasser) sind nicht oder nur sehr langsam erneuernde Grundwasservorräte. Damit sind sie nicht, oder bestenfalls nur bei sehr geringfügiger Entnahmerate, nachhaltig nutzbar. Die Grundwasservorräte auf der Arabischen Halbinsel werden beispielsweise zügig abgebaut. Alle Staaten der Region ausser Oman entnehmen mehr als das erneuerbare Dargebot. Saudi-Arabien nutzt zu 80% nicht-erneuerbare Wasservorräte. Die tiefen Aquifere, auf die jetzt zugegriffen wird, wurden vor mehr als 10.000 Jahren aufgefüllt. Zwischen 1985 und 2010 haben sich die Vorräte wahrscheinlich halbiert.  
 

 

 

 
 
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