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Bezugsfläche

 
     
  1) Geodäsie: Hilfsfläche, auf die geodätische Messungen und Berechnungen bezogen werden (Referenzfläche). 2) Geophysik: Bezugsniveau, bezeichnet die Fläche, auf welche die Messpunkte, die in unterschiedlicher Höhe liegen, rechnerisch verschoben werden. Der Einfluss der Felddifferenz zwischen Beobachtungsniveau und Bezugsniveau muss als Reduktion oder Korrektur am Messwert angebracht werden. Bezugsniveaus spielen in der Gravimetrie eine grosse Rolle. Aber auch in der Seismik beeinflussen unterschiedliche Höhenlagen die Laufzeiten der Reflexionen. Um diesen Effekt zu eliminieren, werden die Aufnehmer rechnerisch auf ein Bezugsniveau verschoben.


3) Kartographie: Flächeneinheit, Raumbezugseinheit, Bezugsareal, statistische Bezugsgrundlage, durch einen geschlossenen Linienzug abgegrenzte Fläche, auf die sich die in Flächenkartogrammen bzw. Choroplethenkarten, Quadratrasterkarten oder Flächendiagrammkarten wiedergegebenen Werte beziehen. Eine Bezugsfläche im doppelten Sinne, nämlich für die Berechnung des Wertes und seine Wiedergabe, existiert nur in Dichtedarstellungen nach der Methode des Flächenkartogramms bzw. entsprechenden Choroplethenkarten. Alle anderen Bezugsflächen dienen als Fläche der Verortung der Kartenzeichen, die im Falle von Diagrammen über den in der Bezugsfläche liegenden Bezugspunkt erfolgt. Ungeachtet dessen beziehen sich die Daten stets auf die gesamte Fläche, sagen jedoch über deren innere Differenzierung nichts aus. Bezugsflächen können sein: a) grundrisslich dargestellte natürliche, bewirtschaftete oder bebaute Flächen (z.B. Waldflächen, Schläge der Landwirtschaft, Bebauungsblöcke); b) aus einer Raumgliederung hervorgegangene Flächen (z.B. Landschaftseinheiten); c) Verwaltungseinheiten (z.B. Gemeindeflächen), die zumeist Erfassungseinheiten der amtlichen Statistik sind, weshalb entsprechende Darstellungen auch als statistische Karten bezeichnet werden; d) regelmässige geometrische Flächen, die durch das Eintragen von Netzen verschiedener Art in die Karte entstehen. Diese geometrischen Bezugsflächen bieten im Unterschied zu anderen Bezugsflächen den Vorteil gleicher oder annähernd gleicher Grösse, erfordern jedoch häufig einen höheren Aufwand bei der Datenerfassung (Quadratrasterkarte).
 
 

 

 

 
 
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