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Auflösungsvermögen

 
     
  ein Mass für ein physikalisches System, zwei naheliegende Werte einer Messgrösse deutlich voneinander zu trennen und damit auch Inhomogenitäten im Untergrund aufzulösen (Abb.). Hierbei spielen die Messmethode, Messfehler und statistische Kriterien eine Rolle. In der Seismik hängt, ähnlich wie in der Optik, das Auflösungsvermögen u.a. von der Wellenlänge des seismischen Signals ab. Für das Auflösungsvermögen spielt andererseits auch die Geometrie des Beobachtungssystems eine wichtige Rolle, wie die Länge des Messprofils und bei aktiven Messungen die Konfiguration des Sender- und Aufnehmersystems. Sind die Ausmasse des Profils oder des Messnetzes zu klein, so können horizontale Gradienten in den Messwerten nicht erkannt werden und damit bleiben tiefer liegende Störkörper unentdeckt. Umgekehrt wird das Auflösungsvermögen von den strukturellen Gegebenheiten des Untergrundes bestimmt; so kann eine Dichte-Inhomogenität in Oberflächennähe eine messbare Anomalie erzeugen. In grösserer Tiefe dagegen kann derselbe Störkörper an der Oberfläche wegen der Abnahme der Feldstärke mit der Entfernung nur noch ein schwaches oder sogar nicht mehr erkennbares Signal erzeugen. Man unterscheidet ein vertikales und ein horizontales Auflösungsvermögen. Das vertikale Auflösungsvermögen spielt bei Sondierungsmessungen, wie z.B. der Reflexionsseismik oder den geoelektrischen Widerstandssondierungen eine Rolle. Mächtigkeit, Kontrast, Tiefenlage und Wellenlänge des Signals bestimmen die Erkennbarkeit von einzelnen Schichten. Das laterale (horizontale) Auflösungsvermögen bezieht sich auf geophysikalische Kartierungsmessungen. Auch hier hängt es von der Messpunktdichte, der Tiefenlage und dem Kontrast des Störkörpers zur Umgebung ab, ob in den Messwerten eine Änderung in lateraler Richtung zu erkennen ist.

AuflösungsvermögenAuflösungsvermögen: Beispiel für ein schlechtes Auflösungsvermögen. Die Schwerewirkungen der beiden Einzelkugeln sind in der Gesamtanomalie nicht mehr zu trennen.
 
 

 

 

 
 
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