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Anfärbemethoden

 
     
  chemische Anfärbemethoden ermöglichen die Diagnostizierung einzelner Minerale und geben v.a. Hinweis auf das Gefüge der Gesteine, z.B. bei der Untersuchung von Dolomitisierungsprozessen in Carbonatgesteinen. Die Färbemethoden sind auf frischen Bruchflächen von Gesteinen, auf angeschliffenen Flächen sowie auf nicht abgedeckten Dünnschliffen und Körnerpräparaten möglich. Anfärbemethoden sind wichtig besonders bei sedimentpetrographischen Untersuchungen zur Unterscheidung der einzelnen Carbonatminerale sowie bei der Unterscheidung Quarz-Kalifeldspäte-Plagioklase. Häufig verwendete Färbemittel sind Alizarinrot, Natrium-Rhodizonat, Benzidin und Feigelsche Lösung (Mangansulfat mit Silbersulfat in alkalischer Lösung). Selektive Anfärbung von Kalifeldspat und Plagioklas erfolgt mit Eosin B, Cobaltnitrit und Natrium-Rhodizonat.


Dünnste Schichtlagen von Tonmineralen, z.B. in Sandsteinen, lassen sich durch Anfärben mit Alizarinrot sichtbar machen. Die Tonminerale adsorbieren den Farbstoff und werden dunkelrot. Die Durchführung der Färbemethoden kann im Gelände an sauberen Gesteinsoberflächen oder Kernproben, wie auch im Labor an glatten angeschliffenen Gesteinsflächen erfolgen.
 
 

 

 

 
 
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